Dran bleiben – Tipps für eine gelungene Katheterisierungsroutine

Aaron Barry, Rollstuhlbasketballspieler an der University of Alabama in den Vereinigten Staaten, erzählt, wie eine beständige Routine, gesunde Gewohnheiten und eine bewusste Flüssigkeitszufuhr jungen Anwendern von Intermittierenden Einmalkathetern helfen können, gesund zu bleiben.

Hol dir Aarons Tipps, wie du eine ISK-Routine aufbauen und Harnwegsinfektionen vermeiden kannst und dein Selbstvertrauen stärkst.

Für junge Anwender von Intermittierenden Einmalkathetern, insbesondere für Sportler, ist die Erhaltung eines gesunden Harntrakts entscheidend, um aktiv, selbstbewusst und infektionsfrei zu bleiben. Egal, ob du zum Unterricht gehst, mit deinem Team trainierst oder dich mit Freunden triffst – Planung und Regelmäßigkeit können den entscheidenden Unterschied machen. Aaron Berry, Student im letzten Studienjahr im Rollstuhlbasketballteam der University of Alabama, gibt Tipps, wie man eine gesunde Routine für die Intermittierende Selbstkatheterisierung (ISK) etablieren und Harnwegsinfektionen vorbeugen kann und sich Dank Selbstfürsorge kraftvoll und gestärkt fühlen kann.

Etablierung einer ISK-Routine

Mit einer neurogenen Blase ist ISK Teil des Alltags – doch das sollte dich nicht daran hindern, dein Leben frei zu gestalten. „Ich versuche, es nicht als etwas zu betrachten, das mir im Weg steht, auch wenn ich es tun muss“, erklärt Aaron. „Der Schlüssel liegt darin, einen Zeitplan zu erstellen, der sich natürlich in deinen Tagesablauf einfügt.“ Nutze gegebenenfalls Erinnerungen oder Wecker auf deinem Handy, vor allem, wenn du viel zu tun hast oder längere Zeit von zu Hause weg bist, zum Beispiel bei Übernachtungen oder Turnieren. „Die wichtigste Regel?“, sagt Aaron. „Nicht vergessen zu katheterisieren!“

Wenn es darum geht, eine ISK-Routine zu etablieren, ist Organisation das A und O. Aaron empfiehlt, sich vor und nach größeren Aktivitäten – wie Sporttraining, Unterricht oder Ausflügen mit Freunden – zu katheterisieren. Das kann dir helfen, konzentriert und entspannt zu bleiben. Er ist außerdem der Meinung, dass es wichtig ist, einen Ausweichplan zu haben. „Ich packe immer zusätzliche Katheter in meinen Rucksack und mein Handgepäck“, sagt er. Ein kleines Reiseset oder eine diskrete Tasche für deine Hilfsmittel kann dir helfen, überall vorbereitet zu sein und Stress zu vermeiden. Und wenn es um Sport geht, solltest du bei Bedarf Pausen einlegen, um in Ruhe zu katheterisieren.

Von unzugänglichen Toiletten bis hin zu vergessenen Utensilien – unerwartete Herausforderungen können jederzeit auftreten. Für Aaron ist Anpassungsfähigkeit das Wichtigste. „Nichts wird jemals perfekt sein“, sagt er. „Die wichtigste Fähigkeit, die man haben kann, ist zu lernen, sich an jede Situation anzupassen.“ Ob es darum geht, vor einem wichtigen Spiel mit Stress umzugehen, einen diskreten Ort für die Katheterisierung zu finden oder nach einem Rückschlag das Selbstvertrauen wieder aufzubauen – deine mentale Einstellung macht den entscheidenden Unterschied. Du bist nicht allein mit dieser Herausforderung, und jeden Tag meisterst du eine Fähigkeit, die Stärke, Unabhängigkeit und Resilienz beweist.

Vorbeugung von Harnwegsinfektionen

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Erhaltung der Gesundheit des unteren Harntrakts ist die Vorbeugung von Harnwegsinfektionen. Zwei einfache Möglichkeiten, deine Harnblase vor Infektionen zu schützen, bestehen darin, dir Zeit zu nehmen und darauf zu achten, dass alles sauber ist. „Man sollte sich beim Katheterisieren nie beeilen“, sagt Aaron. „Immer langsam vorgehen.“ Eile kann zu Reizungen der Schleimhaut oder gar Verletzungen führen oder Bakterien in deine Blase gelangen lassen. Sauberkeit ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Wasche dir vor und nach dem Katheterisieren die Hände, verwende saubere Oberflächen und Utensilien und achte darauf, deinen Einmalkatheter nicht zu verunreinigen. Eine hygienische Routine schützt vor Harnwegsinfektionen, sorgt dafür, dass du dich frisch fühlst, und gewährleistet, dass die Katheterisierung angenehm bleibt.

Es ist auch für Menschen mit neurogener Blase sehr wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Da das Empfindungsvermögen eingeschränkt sein kann, ist es entscheidend, andere Anzeichen einer Dehydrierung zu erkennen, die dein Körper sendet wie trüber Urin, Müdigkeit oder Bauchbeschwerden. „Ich spüre nicht immer, wenn etwas nicht stimmt, deshalb habe ich gelernt, auf diese subtilen Anzeichen zu achten“, sagt Aaron.

Vermeide Getränke, die deine Blase reizen könnten, wie Kaffee, Tee, kohlensäurehaltige Limonaden und Energy-Drinks. Trinke möglichst Wasser. Mach das Trinken zu einem Vergnügen, indem du dein Wasser mit Zitrone oder anderen Früchten verfeinerst, eine smarte Trinkflasche verwendest oder deine Flüssigkeitsaufnahme mit einer App auf deinem Handy protokollierst. „Ich liebe Zitronenwasser oder Sprudelwasser wie Waterloo“, erzählt Aaron. „Sie machen es angenehmer ausreichend zu trinken.“

Selbst bei guten Gewohnheiten können Symptome einer Harnwegsinfektion auftreten, wie Brennen beim Wasserlassen, trüber Urin oder Müdigkeit. Wenn du glaubst, dass du eine Harnwegsinfektion hast, zögere nicht, einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Erkennung einer möglichen Infektion hilft, größere Probleme später zu vermeiden. Weitere Informationen zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen findest du in diesen Artikeln: Tipps zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen für Frauen und Tipps zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen für Männer.

Blasenpflege ist Selbstpflege.

Für viele ist das Schwierigste am ISK nicht die körperliche, sondern die emotionale Belastung. Selbstvertrauen aufzubauen braucht Zeit und Selbstakzeptanz. „Als ich jünger war, war es mir oft sehr unangenehm, Katheter zu verwenden“, sagt Aaron. „Wenn ich es jetzt tue, erinnere ich mich daran, dass ich toll, fähig und mutig bin“, fährt er fort. „Je öfter du dir das sagst, desto leichter wird es.“ Aaron ist außerdem der Ansicht, dass die Pflege der Harnblase eine Form der psychischen Gesundheitsvorsorge darstellt. „Es gibt definitiv Tage, an denen mich das Katheterisieren stresst“, gibt Aaron zu. „Aber ich atme tief durch, sammle mich und erinnere mich daran, dass dies einfach ein Teil meines Lebens ist.“

Ob man über den Einmalkatheter spricht oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Aaron hält es einfach. „Ich habe es meiner Familie und ein paar engen Freunden erzählt“, sagt er. „Wenn mich jemand in der Krankenpflegeschule oder so aus Neugierde danach fragt, erkläre ich es ihm. Das ist eine gute Gelegenheit, Aufklärungsarbeit zu leisten.“ Du musst nie mehr preisgeben, als dir angenehm ist. Mit der Zeit wirst du merken, was sich für dich richtig anfühlt.

Damit junge ISK-Anwender ihre Gesundheit erhalten, sind Bewusstsein, Vorbereitung und Selbstvertrauen besonders wichtig. Eine regelmäßige Routine, gute Hygiene und eine bewusste Flüssigkeitszufuhr können dir helfen, Harnwegsinfektionen und andere Komplikationen zu vermeiden. Dann kannst du dich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Das Leben in vollen Zügen genießen, Spaß haben und deine Ziele verfolgen. Aaron drückt es so aus: „Das Katheterisieren gehört zu meinem Leben, aber es definiert mich nicht. Je besser ich auf mich selbst achte, desto mehr kann ich alles andere genießen.“

 


Personen, die Erfahrungsberichte zur Verfügung gestellt haben, erhielten eine Vergütung von Hollister Incorporated. Die dargestellten Erfahrungsberichte, Aussagen und Meinungen beziehen sich auf die dargestellten Personen. Diese Erfahrungsberichte sind repräsentativ für ihre Erfahrungen, aber die genauen Ergebnisse und Erfahrungen sind einzigartig und individuell für jede Person.