Wie Kate Murray neue Stärke durch Wellness, Fitness und Engagement fand

Kate ist examinierte Krankenschwester, Ehefrau und Mutter. Nach Jahren gesundheitlicher Beschwerden entschied sie sich für eine Stomaoperation. Ihr Stoma hat ihr ermöglicht, Ziele zu erreichen, die sie sich früher nie hätte vorstellen können.

So lebt Kate mit einem Ileostoma ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen.

Kate, die in Australien lebt, ist Krankenschwester, Ehefrau und Mutter. Seit 14 Jahren gehört ein permanentes Ileostoma zu ihrem Leben. Jahrelange Schmerzen und Beschwerden durch mechanische und motilitätsbedingte Probleme führten schließlich zu einer Operation. Das Stoma hat Kate eine Vielzahl von Möglichkeiten eröffnet. Kate nahm ein Studium auf und wurde Krankenschwester, reiste mehr als je zuvor, erreichte große Ziele für ihre Gesundheit und Fitness und setzt sich heute für andere Menschen mit Stoma ein. Das Wichtigste für Kate war jedoch, dass sie Mutter werden konnte – etwas, das sie sich lange kaum vorstellen konnte.

Wir haben Kate kürzlich interviewt, um mehr über das zu erfahren, was sie erlebt hat, wie sie ihr Leben heute gestaltet und wie sie andere Menschen mit Stoma unterstützt.

Erzähle uns doch etwas über deine Erfahrungen mit dem Stoma und über die Menschen, die dich unterstützt haben.

Mit 18 Jahren wurde bei mir ein Darmvorfall diagnostiziert. Nach mehreren erfolglosen Bauchoperationen und über zehn Jahren mit starken Schmerzen entschied ich mich schließlich für eine Operation, bei der ein temporäres doppelläufiges Ileostoma angelegt wurde. Ein paar Jahre später wurde das Ileostoma schließlich dauerhaft angelegt

Man sagt, es brauche ein ganzes Dorf, um ein Kind aufzuziehen. Was auf jeden Fall stimmt, ist, dass es ein ganzes Dorf brauchte, um mich dahin zu bringen, wo ich heute bin. Ich verdanke meinen Eltern sehr viel. Sie waren bei jedem Arzttermin, jedem Eingriff und jeder Operation an meiner Seite. Und auch meine beiden Geschwister, die meine Tränen und Frustrationen mit mir ausgehalten haben. Ich bin auch meinem Mann unendlich dankbar. Von ihm habe ich gelernt, nie aufzugeben. Er hat mir gezeigt, was Stärke, Durchhaltevermögen und Entschlossenheit bedeuten und vor allem, dass Liebe keine Grenzen kennt.

Natürlich denke ich auch an meinen kleinen Sohn, der mir gezeigt hat, was bedingungslose Liebe ist. Er ist und bleibt mein Ein und Alles. Er weiß, dass seine Mama ein wenig anders ist. Gleichzeitig bringe ich ihm bei, dass mein Stoma mein Leben verändert hat, mich aber in keiner Weise einschränkt.

Was sind deine Hobbys?

Ich bin schon immer gern ins Fitnessstudio gegangen. Seit der Stomaoperation setze ich meinen Weg zu einem gesunden Lebensstil fort. Ich arbeite daran, meine eigenen inneren Hürden zu überwinden und ein Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele zu finden. Dank meines Stomas bin ich heute fit, stark und gesund. Ich hätte früher nie für möglich gehalten, wie viel besser in Sachen Gesundheit und Fitness mein Leben sein kann.

Ich habe bei F45 und Fitstop ausgiebig trainiert, die beide auf Krafttraining mit steigender Belastung und funktionelles Training setzen. Ich habe auch am Spartan Race 10k Super und der True Grit Challenge teilgenommen. Bei diesen Hindernisläufen dreht sich alles um Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer. Dieses Jahr nehme ich außerdem mit drei anderen Teammitgliedern an meinem ersten HYROX-Indoor-Fitnesswettbewerb teil. All dies unterstreicht, was ich mit dem Stoma körperlich und mental leisten kann.

Was waren der schönste und der schlimmste Moment mit dem Stoma?

Der schönste: Als ich direkt nach der Stomaoperation zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder schmerz- und medikamentenfrei durchschlafen konnte.
Der schlimmste: In den ersten Wochen nach der Operation hatte ich immer wieder mit undichten Beuteln zu kämpfen, ohne dass ich wusste, woran es lag.

Welche drei Vorstellungen über ein Stoma hattest du vor der Operation, die sich später als falsch herausgestellt haben?

1. Dass Stomaoperationen nur ältere Menschen betreffen.
2. Dass andere mein Stoma sehen und vielleicht sogar riechen können.
3. Dass ich eine komplett neue Garderobe brauche und nichts Schickes mehr tragen kann.

 

Wie pflegst du die Haut um das Stoma herum?

Ich habe eine sehr strenge Routine und wechsle den Beutel jeden Abend vor dem Schlafengehen. Ich nehme meinen Beutel stets unter der Dusche ab und wasche meine Haut mit warmem Wasser. Nachdem die Haut trocken ist, wende ich ein Hautschutztuch an. Ich schneide meine Hautschutzplatte außerdem immer passgenau zu, damit Stomaausscheidungen möglichst wenig mit meiner Haut in Kontakt kommen. Es ist unglaublich wichtig, die Haut um das Stoma gesund zu halten, damit man sich im Alltag wohl und selbstbewusst fühlt.

Wie setzt du dich heute für andere Menschen mit Stoma ein? 

Ich setze mich leidenschaftlich für die Aufklärung über das Leben mit Stoma ein. Ich teile Fotos auf Facebook und bei Instagram mit dem Ziel, diese lebensrettende Operation bekannter zu machen, insbesondere am Welt-Stoma-Tag in der ersten Oktoberwoche. Es ist ein Tag, der ganz im Zeichen der Aufklärung steht, Wissen vermittelt und Menschen mit Stoma weltweit unterstützt.

Darüber hinaus halte ich regelmäßig Vorträge für die Metro North Division von Queensland Health sowie für Hollister Incorporated. Mit meiner Geschichte möchte ich aufklären und möglichst viele Menschen erreichen.

Des Weiteren habe ich Artikel für landesweite Publikationen und Onlineforen geschrieben. 2024 habe ich ein Buch veröffentlicht, an dem ich zusammen mit meinem Vater vier Jahre lang gearbeitet habe. “Overcoming Fears and Tears: My Ostomy Story, A Journey to Wellness” (Ängste und Tränen überwinden: Meine Stoma-Geschichte & der Weg zu einem gesunden Leben) ist meine ganz persönliche Geschichte über Kraft und Resilienz im Angesicht von Schwierigkeiten. Wir hoffen, dass das Buch Menschen mit Darmerkrankungen weiterhilft und ihnen wichtige Erkenntnisse vermittelt.

Warum ist es dir wichtig, von deinem Leben mit einem Stoma zu berichten?

Als Pflegefachkraft möchte ich meine eigenen Erfahrungen nutzen, um Patientinnen und Patienten wie mich vor einer Stomaoperation aufzuklären – gerade weil das, was in den Medien gezeigt wird, NICHT jede Realität widerspiegelt. Seit ich ein Stoma habe, konnte ich viel zur Aufklärung meiner Patienten, der Öffentlichkeit und der medizinischen Fachwelt über das Leben mit einem Stoma beitragen. Mein Ziel ist es, mit Vorurteilen aufzuräumen und aufzuzeigen, was nach der Operation alles möglich ist. Nichts fühlt sich besser an, als zu hören, dass ein einziges Gespräch die Einstellung und den Blick auf die Situation komplett verändert hat. Das bedeutet mir wirklich viel.

 

In diesem Video erfahren Sie mehr über Kates Geschichte (auf Englisch)

 


Kate Murray hat von Hollister Incorporated eine Vergütung für ihren Beitrag zu diesem Artikel erhalten. Die Erfahrungsberichte, Aussagen und Meinungen in diesem Artikel sind die der dargestellten Personen. Sie geben deren Erfahrungen wieder. Die jeweiligen Ergebnisse und Erfahrungen sind jedoch für jede Person einzigartig und individuell.