Planung eines barrierefreien Familienurlaubs

Shaun Gash ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Das hält ihn aber nicht davon ab, zusammen mit seiner Familie die Welt zu bereisen. Erfahre hier, wie er und seine Frau Dawn im Laufe der Jahre mit ihren drei Kindern erfolgreiche Urlaubsreisen geplant haben. 

Tipps für einen erfolgreichen barrierefreien Familienurlaub.

Dieser Artikel basiert auf von Sue Lennon durchgeführten Interviews. Sue ist Krankenschwester, Therapeutin, Dozentin und Coach mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung in der onkologischen Pflege – einschließlich Urologie und Stomaversorgung. Sie legt großen Wert auf die Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Betroffenen und bemüht sich um eine wirklich ganzheitliche Pflege.

Ein Familienurlaub ist oft mit viel Planungsaufwand verbunden, aber entlohnt die Mühe mit kostbaren Erinnerungen und einem stärkeren Zusammenhalt. Das gilt genauso für Eltern mit Rückenmarksverletzungen – nur erfordert die Planung des Familienurlaubs noch einiges mehr. 

1991 hatte Shaun Gash, der im Vereinigten Königreich lebt, einen schweren Autounfall. Seit seinem 20 Lebensjahr ist er deshalb querschnittsgelähmt (T5/T6). Im Laufe der Jahre konnten Shaun und seine Familie zusammen viele wunderschöne Reisen unternehmen und dabei wertvolle Erfahrungen für die Planung barrierefreier Familienurlaube sammeln, die funktionieren. 

Mit einer Rückenmarksverletzung einen Urlaub planen 

Für Menschen mit einer Rückenmarksverletzung ist eine sorgfältige Urlaubsplanung unerlässlich, denn nur so kann sichergestellt werden, dass der Urlaub nicht nur sicher ist, sondern auch Freude und Erholung bringt. Shaun und seine Frau haben gelernt, wie wichtig es ist, Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen, sich gründlich zu informieren und rechtzeitig alles Nötige zu organisieren. 

Die sanitären Einrichtungen wie Toilette und Dusche stehen dabei ganz oben auf der Liste. Bei der Wahl der Unterkunft erkundigt sich Shaun deshalb immer genau nach dem Schnitt und der Aufteilung des Badezimmers und der Zugänglichkeit der Ausstattung. Er hat dabei schon ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht, je nachdem, wohin er und seine Familie gereist sind. Shaun reist gerne in die Vereinigten Staaten, weil er sich dort keine Gedanken darüber machen muss, ob es barrierefreie Toiletten gibt. „(In England) muss man beim Hotel oder der Unterkunft immer erst genauer nachfragen, wenn man wissen möchte, ob die Einrichtungen geeignet sind“, sagt er. „Kann ich die Dusche benutzen? Kann ich die Toilette benutzen? Das sind zwei ganz grundlegende Dinge für mich.“ 

Ein weiterer wichtiger Aspekt für das Paar ist, dass sie ein separates Hotelzimmer direkt nebenan für die Kinder haben – damit sie problemlos hin und her wechseln können. Leider schlägt das oft mit erhöhten Kosten zu Buche, aber sowohl Shaun als auch Dawn halten es für wichtig. „Wir achten darauf, dass die beiden Zimmer aneinander grenzen, vor allem, da wir ja viel Zeit im Hotel verbringen“, sagt Shaun. 

Bloß nicht auffallen 

Shauns Familie hat mehrere Urlaube und auch andere Reisen unternommen, bei denen sie mit dem Flugzeug gereist sind. Während eines Fluges hat Shaun zwei Prioritäten: die diskrete Verwendung eines intermittierenden Einmalkatheters und die Vermeidung von Harnwegsinfekten. Dass ihm das beides so gut gelingt, führt er auf die neuesten Innovationen in der Entwicklung von Kathetern sowie auf ein unverzichtbares Accessoire zurück: eine Decke. 

Shaun hat mit Flugzeugen überhaupt kein Problem, solange er eine Decke dabei hat. „Ich war auf dem Rückflug von Los Angeles (ins Vereinigte Königreich). Auf einer Seite neben mir und vor mir saßen Leute, und die hatten keine Ahnung, dass ich einen Katheter (benutzte)“, sagt Shaun.

Er verwendet den VaPro Plus Pocket™ berührungsfreien intermittierenden Einmalkatheter mit Schutzhülse und Schutzfolie und einem integrierten Urin-Auffangbeutel. „Natürlich muss man sich die Hände waschen, aber ich muss mir keine Sorgen um eine sterile Umgebung machen; durch die Verpackung selbst ist man bereits geschützt“, sagt Shaun. „Ich habe keine Bedenken dabei, (den Katheter im Flugzeug zu benutzen), und weiß, dass ich mir keine Infektion einfangen werde.“ 

Zum Schluss hat Shaun noch einige Tipps für Urlaubsreisen mit Rückenmarksverletzung auf Lager – ob mit der Familie, mit Freunden oder alleine. „Alles muss genau geplant werden“, betont er. „Plane im Voraus, wohin du reist, und stelle sicher, dass die entsprechenden Einrichtungen für dich vorhanden sind … denn dann fügt sich alles andere von selbst.“ 

 

Finanzielle Offenlegung: Shaun hat von Hollister Incorporated eine Vergütung für seine Beiträge zu diesem Artikel erhalten.

Die dargestellten Erfahrungsberichte, Aussagen und Meinungen beziehen sich auf die abgebildete Person. Diese Erfahrungsberichte sind repräsentativ für die Erfahrungen dieser Person. Die genauen Ergebnisse und Erfahrungen sind jedoch für jede einzelne Person einzigartig und individuell.